Mai
27
BiPRO-Tag “Frühjahr 2010″
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Am 9. Juni 2010 lädt die Brancheninitiative Prozessoptimierung (BiPRO) erneut zur Frühjahrs-Tagung nach Düsseldorf ein. Das Programm verspricht viel:
Am Vormittag kommen Initiativen bzw. Unternehmen zu Wort, die die mit der Insolvenz der Indatex AG entstandene Lücke in der technischen Anbindung von unabhängigen Vermittlern und Versicherungsgesellschaften schließen möchten. Interessant ist, dass BiPRO-Normen bei allen eingesetzt werden sollen. Es bleibt spannend zu erfahren, wie genau BiPRO-Normen zum Einsatz kommen werden und wo die Anbieter ihre Alleinstellungsmerkmale sehen.
Am Nachmittag wird man in zwei Blöcken einen kompakten Einblick in die BiPRO-Normwelt erhalten. In einem Block speziell für Einsteiger erfahren auch Nicht-Mitglieder, wie und wofür man BiPRO-Normen einsetzt, welche Normen es bereits gibt und wie neue Normen entstehen. Parallel dazu erhalten erfahrene Mitglieder einen Einblick in die erst jüngst in den Status Potenzielle Norm gehobenen Bestandsnormen (Partner- und Vertragssuche, Partner- und Vertragsauskunft sowie allgemeine und spartenspezifische Vertragsänderungen). Danach stellen Allianz, MLP und IDEAL ihre BiPRO-Implementierungen im Bereich der Prozesse Tarifierung, Angebot und Antrag in der Lebensversicherung vor und berichten aus der Praxis.
Mai
8
BiPRO gibt Komposit und Kranken frei
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Am 2. April 2009 hat der Normungsausschuss des BiPRO e. V. das aktuelle Release 2 der BiPRO-Normen um Standards im Bereich der privaten Kranken- sowie Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung erweitert und zur Veröffentlichung an die BiPRO-Mitglieder freigegeben. Das Norm-Package kann in der Geschäftsstelle des Vereins angefordert werden.
Die Agenda der technischen und fachlichen Arbeitsgruppen (TAG / FAG) der Brancheninitiative Prozessoptimierung war gefüllt wie nie zuvor; erfreulich, denn die Mitglieder des Vereins arbeiten mit zunehmendem Engagement an neuen Normen und optimieren bereits existierende. Durch diverse Projekte wurden Arbeitsentwürfe zwecks Beschlussfassung eingereicht. Hierbei handelt es sich um Normen für die Prozesse Tarifierung, Angebot und Antrag in den Sparten Komposit (Sach, Unfall, Haftpflicht) sowie der privaten Krankenversicherung. Darüber hinaus gab es Change Requests für die Kraftfahrt-Norm, die um eine Fahrzeugsuche erweitert wurde. Außerdem wurde ein Norm-Enwurf für eine Versicherersuche an die Arbeitsgruppen übergeben.
Die eingereichten Arbeitsentwürfe wurden intensiv diskutiert. Abschließend schlugen die Arbeitsgremien des BiPRO e. V. die eingereichten Entwürfe - unter Auflagen - zur Erhebung in den Status Potenzielle Norm (PN) vor. Die Auflagen wurden zwischenzeitlich eingearbeitet und sind im Release enthalten.
Dez
13
BiPRO SSO - Circle Of Trust
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Seit langem besteht in der Versicherungsbranche der Bedarf nach einer einheitlichen Authentifizierung, nicht nur, aber insbesondere im Bereich der Makler-Anbindung. Denn hier offenbart sich die ganze Problematik: Ein unabhängiger Vermittler arbeitet mit zahlreichen Versicherungsgesellschaften und deren Extranets. Jedes ist unterschiedlich und verlangt ein anderes Login, für manche benötigt man ein Stück Hardware, das allseits unbeliebte Token.
Zwar gibt es Anbieter, die über ein Single-Sign-On (SSO) einen einheitlichen Zugang zu einigen Versicherern ermöglichen, aber von einer Verbreitung eines SSO für Makler kann derzeit nicht gesprochen werden. Kein Ansatz konnte sich bislang wirklich durchsetzen. Verständlich: Denn SSO wird nur durch gemeinsames Handeln möglich!
SSO wird es nur mit Vertrauen geben
Spricht man mit Vertretern der Versicherungswirtschaft zum Thema Single-Sign-On, stellt man eine unglaubliche, teils unsortierte Gedankenvielfalt fest. Die meisten denken bei SSO direkt an die Extranets der Versicherer, an Makler und Token. Viele verstehen darunter eine einheitliche Art und Weise, sich zu anzumelden. Nahezu alle denken an eine Lösung des Problems über eine einzige zentrale Stelle, einen so genannten Identity Provider. Damit verbinden die meisten jedoch zeitgleich Ängste vor Abhängigkeiten und Monopol-Bildung sowie den Verlust der eigenen Kontrolle über die Sicherheit. Insbesondere die erfahrenen Vertreter der Branche denken an hohe Kosten und an das Scheitern vieler SSO-Ansätze und -Initiativen. Es äußert sich zuweilen zwischen den Zeilen sogar ein Misstrauen gegenüber Mitbewerbern und Geschäftspartnern. Schädlich: Denn ein Single-Sign-On wird es ohne Vertrauen niemals geben - Vertrauen untereinander oder gegenüber einer zentralen Stelle.
Vernachlässigte Ansichten
In den selben Gesprächen bemerkt man schnell, dass Endkunden-Prozesse nahezu völlig ausgeblendet werden; betrachtet wird meist der Makler als “Kunde” der Versicherung. Die Branche ist zudem bekannt dafür, sich selbst zu betrachten und öffnet meist nur schwerlich den Blick über den Tellerrand. Branchenübergreifende Prozesse werden im Zuge der Konsolidierung und Industrialisierung der Assekuranz jedoch weiter an Bedeutung gewinnen. Wie bereits erwähnt, denken die Branchenvertreter zwar häufig an eine zentrale SSO-Stelle, aber sie denken nicht an eine bestimmte zentrale Stelle und selten an gemeinschaftliches Handeln. Der versperrte Blick über den Tellerrand lässt die Assekuranz gerne auch eigene, vermeintlich neue Lösungen entwickeln, obwohl es weltweit eventuell bereits erfolgreiche Konzepte gibt, die man adoptieren könnte. Völlig ignoriert wird meist, dass das SSO-Thema gesamtheitlich zu betrachten ist und es sich nicht auf die Verbindung des Maklers zu den Extranets der Versicherer eingrenzen lässt. Mit zunehmender Durchdringung der BiPRO im Markt wird sich auch zunehmend eine echte System-zu-System-Kommunikation durchsetzen. Hierfür wird ebenfalls ein Single-Sign-On benötigt.
Stillstand
Der BiPRO e. V. plant ein Projekt zum Thema SSO. Viele mögen denken “just another”, denn es gibt z. B. den VDG mit einer produktiven SSO-Lösung und einer Hand voll Versicherern, die bbg mit einer VDG-ähnlichen Variante unter der Schirmherrschaft eines neutralen Vereins und eine Initiative im Bereich der öffentlichen Versicherer. Außerdem plant der Gesamtverband ein Angebot, ist offensichtlich aber noch im Bereich einer Vorstudie. Hier soll u. a. der elektronische Personalausweis, der in Kürze die Welt erblickt, eine Rolle spielen. Daneben gibt es zahlreiche Anbieter wie RSA, Microsoft, Sun und VeriSign, die ihrerseits Interesse an Lösungen haben und den Markt mitbestimmen wollen. Durch diese unterschiedlichen Interessen und konkurrierenden Ansätze wird nur eines erreicht: Stillstand. Denn jeder (Versicherer) wird zunächst abwarten wollen, was passiert und wer sich durchsetzt.
“Föderale Lösung” durchbricht Handlungsstarre
BiPRO ist - anders als z. B. die o. g. Lösungsanbieter - lediglich ein Normierungsinstitut. Der Verein wird in keinem Fall als SSO-Dienstleister bzw. als zentrale Stelle auftreten. Der Ansatz der BiPRO ist es, über gemeinschaftliches Handeln und mit gegenseitigem Vertrauen eine Lösung zu schaffen, die alle relevanten bestehenden oder künftigen Marktteilnehmer bzw. Lösungsanbieter einbezieht. Eine Lösung, die auf fachlichen und technischen Normen des Vereins basieren und Unabhängigkeit von konkreten Implementierungen gewährleisten. Sie soll zudem alle bestehenden und künftigen Authentifzierungsverfahren unterstützen, angefangen von Benutzernamen mit Passwort über das zusätzliche One-Time-Passwort bis hin zur Authentifzierung mit Zertifikaten und dem elektronischen Personalausweis. Die Lösung muss - neben dem Extranet-Einstieg - auch die System-zu-System-Kommunikation ermöglichen und darf keine “Single-Tool-Lösung” sein. Mit anderen Worten: BiPRO will eine dezentrale Lösung unter Beachtung integrativer Aspekte.
Eine föderale Lösung ist eine Lösung ohne “Man in the Middle”, also ohne zentrale Stelle durch einen Zusammenschluss einzelner Teilnehmer, die ihre Selbstständigkeit behalten. Sie vertrauen sich gegenseitig und tauschen untereinander sicherheitsrelevante Informationen aus. Nur über eine Integration bestehender und neuer Lösungen wird es eine einheitliche Authentifizierung geben. Denn kein etablierter Anbieter wird sein Geschäft zugunsten einer zentralen Lösung (in der er keine Rolle mehr spielt) aufgeben wollen und deshalb verstärkt gegen seine Mitbewerber vorgehen. Bei einer föderalen Lösung erkennen die Anbieter aber ihre Chance, durch gemeinschaftliches Handeln überhaupt den Markt zu schaffen. Der Wettbewerb verlagert sich danach auf eine andere Ebene, z. B. der Service-Ebene.
In Kürze wird es einen weiteren BiPRO-Workshop zum Thema SSO geben, in dem das Modell eines “Circle Of Trust” vorgestellt wird. Jeder Interessierte kann - unabhängig von einer Mitgliedschaft im Verein - daran teilnehmen. Den genauen Termin erfahren Sie - sobald er feststeht - hier im Blog oder auf der Website des BiPRO e.V.
Dez
27
Standardisierung für den Autohandel
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Nicht nur im unmittelbaren Umfeld der Versicherungs- und Finanzwirtschaft ist Standardisierung wichtig. Selbst in der oft zitierten Vorbild-Industrie, der Automobilbranche, herrschen noch Ineffizienzen, die über Standards ausgeglichen werden sollen. Denn verläßt man den weit entwickelten Produktionsprozess, offenbaren sich noch enorme Ineffizienzen, z. B. bei der Händler- bzw. Portalintegration (siehe hierzu auch BiPRO Club Eintrag BiPRO-Standards im Autohaus?).
Deshalb gründeten eine Reihe von Dienstleistern, Portal-Betreibern und Software-Herstellern für die Automobilbranche STX3, einen Verein zur Standardisierung von Schnittstellen im Automobilhandel. Ein erstes Release des STX3-Standards soll bereits im Februar 2008 aufgelegt und beworben werden. Der Verein steht allen interessierten Mitgliedern für den Beitritt offen.
Wir werden diese Entwicklung für Sie verfolgen. Die Standardisierungserfahrungen in der Versicherungswirtschaft aber auch in anderen Branchen haben gezeigt, dass es häufig mehrere Anläufe geben muss, bevor sich ein Standard bzw. eine Standardisierungsorganisation tatsächlich durchsetzt. Denn für den Erfolg einer solchen Organisation sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. So darf nicht vergessen werden, dass die namentlich erwähnte Standardisierung STAR, zwar ebenfalls von Händlerseite durchgesetzt wurde. Betrachtet man aber den US-amerikanischen Markt, findet man einen typischen Mehrmarken-Händlermarkt. In Deutschland sind wir nach dem Fall der GVO im Jahr 2002 erst auf dem Weg, ein solcher Mehrmarkenmarkt zu werden. Die Machtverteilung ist also durchaus unterschiedlich zu bewerten.
Es stellt sich also die Frage, ob es der Initiative gelingen wird, die machtvollen Handelspartner wie z. B. Automobilhersteller und große Mehrmarkenhändler, später Banken und Versicherer zu überzeugen, sich dem Verein und damit den Standards auch politisch anzuschließen. Das Interview zwischen dem Autohaus Verlag und Michael Kessel (Geschäftsführer dotzilla GmbH & Co. KG und Mitbegründer) finden Sie hier.
Dez
24
Kollaboration statt Konfrontation
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Insbesondere kleine und mittelständische Versicherungsunternehmen werden in Zukunft verstärkt mit- denn gegeneinander arbeiten müssen, um komplexe, am Kundennutzen orientierte Versicherungslösungen erstellen zu können.
Die Assekuranz befindet sich in einer Phase nachhaltiger Veränderung von Marktdynamik und Marktstruktur! Nach der Liberalisierung des Marktes Mitte der neunziger Jahre, der Globalisierung und dem Eintritt von Banken und Finanzdienstleistern in das Versicherungsgeschäft Ende der neunziger Jahre, der Produktdiversifikation und der hohen Preissensibilität der “Geiz ist geil”-Generation nimmt der Wettbewerbsdruck stetig zu. Die Börsenschwäche nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center 2001, der Irak Krieg und die stagnierende Weltwirtschaft ließen die Hoffnungen auf einen konjunkturellen Aufschwung lange Zeit nicht zu. Der Kostendruck steigt stetig.
Die EU-Vermittlerrichtlinie wird zur Konsolidierung im Vermittlersegment beitragen, die Ausschließlichkeitsorganisation der Versicherer verlieren schleichend an Bedeutung. Im Gegenzug gewinnen die Banken und unabhängigen Vermittler Marktanteile. Das Internet wird mittelfristig auch im Bereich des beratungsintensiven Geschäfts an Bedeutung gewinnen. Und spätestens wenn die Kunden nicht mehr unterscheiden können, ob Sie fernsehen oder sich vielleicht doch gerade im interaktiven (Fernseh-) Internet befinden, werden sich auch diejenigen eines Besseren belehrt sehen, die heute noch das Gegenteil behaupten. VVG-Reform und Informationsverordnung haben das Ziel, den Verbaucher zu schützen und führen mit der Offenlegung der Abschluss- und Verwaltungskosten ein neues Wettbewerbskriterium ein. Auch dies wird zur Konsolidierung im Versicherungsmarkt beitragen.
Die Industrie als Vorbild
Vor etwa dreieinhalb Jahren noch unbedeutend spricht man innerhalb der Assekuranz heute von der “Industrialisierung”. Gemeint ist ein Veränderungsprozess nach dem Vorbild der Industrie mit ihrer strategischen und operativen Excellenz. Aber was passiert aktuell in der Industrie? Schauen wir doch einmal in das produzierende Gewerbe.
Da gibt es Hersteller von Druckern, die ihre Kunden beraten, wie sie ihren Druckoutput minimieren können, um die Druckeffizienz zu erhöhen. Ist das Selbstmord? Da gibt es Energieunternehmen, die Energie verkaufen, aber ihre Kunden beraten, wie sie ihren Verbrauch senken können. Sie übernehmen das Energie-Management ihrer Kunden und verkaufen auch(!) Energie.
Und die Automobilbranche verkauft keine Autos mehr, sondern Mobilität!
Eine zunehmende Nutzenbetrachtung in der Automobilindustrie führt dazu, dass das Fahrzeug künftig nicht mehr im Vordergrund steht. Im Fokus steht stattdessen die Transportleistung von Ort zu Ort. Fällt das Fahrzeug aus, muss auf konkurrierende Services wie Bahn, Taxi, Bus oder Flieger zugegriffen werden, um die Mobilität zu gewährleisten. Services wie Car-Sharing, Home-Delivery und Mietservices, den Smart am Bahnhof werden von Online-Buchungs- und geografischen Informationssystemen gestützt angeboten.
Die Bedarfsdeckung erfolgt über sogenannte “hybride Produkte”.
Solche Produkte sind gezielte Kombinationen von Sach- und Dienstleistungen (und deren integrative Abstimmung aufeinander) zur Lösung eines spezifischen Kundenproblems mit gesamtheitlicher Betrachtung. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Höhere Wettbewerbsdifferenzierung, höhere Wertigkeit des Produktes und schließlich ein höheres Margenpotenzial des Angebotes. Dies ist für Unternehmen um so interessanter, je gesättigter ein Markt ist.
Früher stand in der Industrie das Sachgut im Mittelpunkt der Betrachtung. Heute steht es zwar immer noch im Fokus, aber drum herum gibt es eine Reihe von Dienstleistungen. So baut ein Maschinenbauer nicht länger nur Maschinen. Er kümmert sich auch um die Finanzierung und Versicherung, übermimmt Lieferung und Montage, Wartung und Reparatur bis hin zur Entsorgung. Dies hat vor allem das Ziel, den Abverkauf der Maschine zu fördern. Morgen werden diese Sachgüter jedoch integrativer Bestandteil einer Dienstleistung, die sich am Kundennutzen orientiert und die kundenspezifischen Probleme löst. Völlig neue Aspekte des Betriebs müssen berücksichtigt und eine neue Art der Leistungsvergütung entwickelt werden.
Im übertragenden Sinn sind “hybride Produkte” für die Versicherungswirtschaft gezielte Kombinationen aus Versicherungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen zur Lösung spezifischer Kundenprobleme. Hybride Produkte sind nutzenorientiert, sie lösen Kundenprobleme gesamtheitlich. Die Dienstleistung gerät auch hier künftig in den Vordergrund. Hybride Produkte sind jedoch sehr individuell und hoch komplex. Das ist der Grund, warum sie in den seltensten Fällen von einem einzigen Unternehmen alleine entwickelt werden können.
Kollaboration wird zur Überlebensfrage
“Kollaboration” heißt Zusammenarbeit mit dem Feind! Zugegeben, das klingt zunächst etwas martialisch, ist aber durchaus ernst gemeint; die Industrie tut es bereits. Eine Reihe von Beispielen insbesondere in der Automobilindustrie belegen dies eindrucksvoll.
Insbesondere die kleinen und mittelständischen Versicherungsunternehmen und Dienstleister werden in Zukunft verstärkt mit- denn gegeneinander arbeiten müssen, um komplexe, am Kundennutzen orientierte Problemlösungen gemeinschaftlich erstellen zu können. Dies gilt insbesondere für Versicherer, die fester Bestandteil fremder Wertschöpfungsketten sind.
Die Entwicklung und der Betrieb solcher unternehmens- bzw. branchenübergreifender Gesamtlösungen bedingen effiziente unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse. Standardisierung ist ein wesentliches Element der Industrialisierung und absolut notwendig, wollen Unternehmen miteinander kollaborieren. Der lange Zeit staatlich regulierte Versicherungsmarkt hat hier gegenüber anderen Branchen deutlich Nachholbedarf. Die Standardisierungsbemühungen stecken noch in den Kinderschuhen und die Erkenntnis ist in den Management-Etagen noch nicht vollständig angekommen. Aber insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Assekuranz werden die Entwicklung von Standards voran treiben. Die Bereitschaft zur Kollaboration wird zunehmend zur Überlebensfrage und die Mitgliedschaft in Standardisierungsorganisation zur Pflicht.